Donnerstag , 27 April 2017
Startseite » Kinderwunsch » Aus Rückenschmerzen wird ein Baby

Aus Rückenschmerzen wird ein Baby

Eine 18jährige aus Nordrhein-Westfalen ging ins Krankenhaus, um sich untersuchen zulassen, da sie starke Rückenschmerzen hatte – einige Stunden später war sie unverhofft eine frisch gebackene Mutter. Der kleine Sebastian ist heute 15 Monate alt. Am 16. Mai letzten Jahres brachte der 21jährige Freund das Mädchen ins Krankenhaus, da sie seit Stunden über starke Rückenschmerzen klagte. Ärzte tippten auf eine Darmkrankheit oder eine Schwangerschaft, diese bestätigte sich dann auch bei der anschließenden gynäkologischen Untersuchung. Das Kuriose daran: Es handelte sich um eine Schwangerschaft im Endstadium, die Geburt stand also unmittelbar bevor. Unglaublich – die werdenden Eltern hatten bis zu diesem Tag nichts von der Schwangerschaft gewusst. Das Mädchen habe weder viel zu genommen noch sei ihre Periode ausgeblieben.

Hunderte Frauen bleiben ahnungslos

Ärzte gehen davon aus, dass mehrere Hundert Frauen pro Jahr ihre Schwangerschaft erst im letzten Drittel bemerken oder gar erst mit der Geburt des Kindes. Psychologen erklären dieses Phänomen damit, dass die Betroffenen in keinem Moment an eine Schwangerschaft denken. Eine Gewichtszunahme wird auf verändertes Essverhalten oder Stress geschoben und die häufig auftretende Übelkeit auf einen Magen-Darm-Infekt. Hinzu kommt, dass sich diese Frauen zwar oftmals ein Kind Wünschen, aber aus Angst vor den Reaktionen der Eltern oder des Partners nicht an eine mögliche Schwangerschaft glauben wollen. So ignorieren sie alle Anzeichen oder suchen andere Gründe für die Beschwerden.

Wie bemerkt man eine Schwangerschaft?

Bereits im frühen Stadium einer Schwangerschaft gibt es unterschiedliche Symptome, die allerdings nicht bei allen Frauen auftreten müssen. Ein Ziehen in der Brust, morgendliche Übelkeit, Heißhungerattacken und vor allem das Ausbleiben der Regel können darauf hinweisen, dass Nachwuchs ins Haus steht. Im späteren Verlauf vergrößert sich der Bauch und die werdende Mutter spürt die Kindsbewegung. Schwangere mit Problemen können sich an Beratungsstellen, wie zum Beispiel wie Pro Familia oder andere örtliche Hilfsinstitutionen wenden.