Sonntag , 28 Mai 2017
Startseite » Geburt » Die Geburt – Ein Ereignis und so viele Möglichkeiten

Die Geburt – Ein Ereignis und so viele Möglichkeiten

© Tyler Olson – Fotolia.com

Die Geburt ist das lang ersehnte Ziel einer langen Reise, der 40-wöchigen Schwangerschaft. Diese Zeit ist geprägt von spannenden Ereignissen aber oft auch von Ängsten, Sorgen und Problemen. Die meisten Sorgen bereitet den werdenden Eltern sicherlich die Geburt, vorallem bei Erstgebärenden kann der Gedanke an die Geburt, die ein- oder andere schlaflose Nacht auslösen. Kommt man mit den Schmerzen der Wehen klar? Läuft alles planmäßig? Was ist, wenn Komplikationen eintreten oder man das Gefühl hat, nicht mehr zu können? Mit all diesen Fragen und Ängsten zum Thema Geburt befasst sich fast jede Schwangere im letzten Drittel der Schwangerschaft. Denn jetzt heißt es, sich für ein Krankenhaus und vielleicht auch schon für eine spezielle Form der Geburt zu entscheiden. Und da gibt es mittlerweile so viele verschiedene Möglichkeiten.

Krankenhaus, Geburtshaus oder Hausgeburt?

Es gibt das klassische Krankenhaus aber auch sogenannte Geburtshäuser, die sich ausschließlich mit Geburten beschäftigen. Im Krankenhaus hat man die Sicherheit, dass alle notwendigen Notfallversorgungen für eventuelle Komplikationen bereitstehen. Im Geburtshaus dagegen würde das Kind oder die Mutter im Falle von Komplikationen in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert werden. Verläuft die Schwangerschaft komplikationslos, kann man sich jedoch bedenkenlos auf ein Geburtshaus einlassen. Hat man jedoch während der Schwangerschaft schon Komplikationen diagnostiziert, sollte man zur Geburt doch besser in ein Krankenhaus gehen. Manche Frauen möchten es noch privater und entscheiden sich, gemeinsam mit ihrer Hebamme, zu einer Hausgeburt. Auch das ist heutzutage möglich und wird meist von Frauen in Anspruch genommen, die schon ein- oder mehrere Kinder haben. Man sollte sich also in jedem Fall vorher Gedanken über die Geburt Gedanken machen und alles zusammen mit dem Partner, dem Arzt und der Hebamme besprechen.

Die Geburt – Hilfs- und Schmerzmittel

Für jede Frau sollte die Geburt ein tolles Ereigniss darstellen und so gibt es mittlerweile viele verschiedene Möglichkeiten, den Frauen die Geburt so angenehm wie möglich zu gestalten. Ob Wassergeburt oder auf dem Bett, mit PDA oder ohne, die Hebammen im Krankenhaus oder die Beleghebamme begleiten die Frauen durch die Geburt und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Werden die Schmerzen größer, werden zunächst oft homöopathische Schmerzmittel verabreicht oder auch eine Entspannungswanne eingelassen. Viele Frauen entscheiden sich während einem Entspannungsbad auch dazu, in der Wanne zu gebähren, weil es einfach angenehm ist. Doch sollten die Schmerzen zuviel Kraft zehren, wird oft eine PDA gesetzt. Die sogenannte Rückenmarksbetäubung soll den Wehenschmerz lindern und Frauen neue Kraft schenken. Viele Frauen denken, dass sie es auch ohne Schmerzmittel schaffen müssen und trauen sich deshalb nicht, etwas zu sagen, doch das ist ein großer Fehler. Es bringt weder der werdenden Mutter etwas, noch dem Kind, wenn die Geburt aufgrund von zu großen Schmerzen und daraus resultierender kraftlosigkeit in die Länge gezogen wird.

Komplikationen & Kaiserschnitt

Einige Frauen wissen schon im Vorfeld, dass ihr Kind per Kaiserschnitt zur Welt kommen wird. Gründe wie z.B. Lage des Kindes oder Krankheiten der Mutter verlangen einfach nach einem Kaiserschnitt, um Komplikationen im Vorfeld aus dem Weg zu gehen. Es gibt Frauen, bei denen ein sogenannter geplanter Kaiserschnitt durchgeführt wird – aber auch Frauen, bei denen erst vor Ort entschieden wird. Manchmal treten unter der Geburt Komplikationen ein, die dazu führen, dass ein Kaiserschnitt notwendig wird. Ein Geburtsstillstand oder auch abfallende Herztöne verlangen manchmal nach schnellen Handlungen. Sollte man sich unter der Geburt oder im Krankenhaus aufgrund möglicher Komplikationen zu einem Kaiserschnitt entscheiden, bekommen viele Frauen Angst und sind überfordert. Alles wird plötzlich über den Haufen geworfen und man muss sich auf eine komplett neue Situation einstellen. All dies kann schnell überfordern, man sollte jedoch nicht in Panik verfallen. Das wichtigste ist, dass Mutter und Kind gesund sind!

Das Ziel – Ein neues Leben

Auch wenn es noch so lange dauert, vom Beginn der Wehen bis zur Ankunft des Babys, sollte man das große Ziel immer vor Augen haben. All die Schmerzen haben ein Ende und sind sofort vergessen, sobald das Baby auf der Welt ist. Eine Geburt ist das schönste Erlebnis und Ereignis was man erleben darf und etwas, woran man sich immer zurückerinnern wird. Wir beglückwünschen alle Frauen, die gerade ein Kind zur Welt gebracht haben und deren gesamte Familie! Genießt die Zeit des Kennenlernens und den neuen Lebensabschnitt in vollen Zügen!