Donnerstag , 27 April 2017
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Erkältungszeit – Nebenwirkungen der Medikamente werden oft unterschätzt

Kinder sind einfach häufig krank! Eine Tatsache, die sicher alle Eltern so unterschreiben würden. In den ersten Lebensjahren geht es meist noch, doch sobald es in den Kindergarten geht, gehts auch mit den Erkältungen, Krankheiten und Wehwehchen los. Und mit der Krankheitszeit beginnt auch die Zeit der Medikamente! Viele Eltern greifen vorschnell zu Medikamenten in der Hoffnung, dass ihr Kind so schneller wieder gesund wird. Doch was ist eigentlich mit den Nebenwirkungen?

Wir selbst haben 2 Kinder und ich habe besonders in der letzten Zeit, Erkältungszeit, mal auf Nebenwirkungen verschiedener Medikamente geachtet. Unsere Große (4 Jahre) muss leider in der Erkältungszeit oft verschiedene Medikamente inhalieren und so auch dieses Mal wieder. Plötzlich habe ich festgestellt, dass sie irgendwie verändert ist. Sie ist generell ein lebhaftes und lautes Kind, doch in letzter Zeit gesellen sich schlechte Laune, Heulattaken und vorallem Einschlafprobleme dazu. Sie liegt oft Abens stundenlang im Bett und kann nicht einschlafen. Vorher ist sie meist innerhalb von Sekunden eingeschalfen! Ein Blick in die Packungsbeilage zeigte dann, dass gerade bei Kindern unter 12 Jahren Schlafprobleme und Einschlafstörungen auftreten.

Ein anderes Beispiel, unsere Kleine (1,5 Jahre) war auch erkältet und nach dem Husten sehr verschleimt. Ich habe dann einen Hustensaft verschrieben bekommen, der eigentlich sehr verträglich ist und kaum Nebenwirkungen hat. Nach ein paar Tagen habe ich festgestellt, dass sie plötzlich rote Flecken und Wasserbläschen am Körper und im Gesicht bekam, wenn sie nur irgendwo leicht gegengekommen ist der sich gestoßen hat. Wieder ein Blick in die Packungsbeilage und siehe da, 1 von 10.000 Kindern hat mit eben dieser Nebenwirkung zu kämpfen.

Jetzt frage ich mich natürlich, ob nur meine Kinder so empfindlich sind, oder ob viele Kinder unter Nebenwirkungen leiden, wir sie aber eventuell garnicht mit einem Medikament in Verbindung bringen. Lediglich bei der Gabe von Antibiotika kann man sagen, dass fast jedes Kind unter Durchfall leidet. Doch wie sieht es mit anderen Medikamenten aus? Ich werde nun versuchen bewusst auf Medikamente die nicht zwingend nötig sind zu verzichten. Denn wenn man sich die Nebenwirkungen mal komplett durchliest, ist es schon erschreckend. Nebenwirkungen werden oft einfach unterschätzt und viele Medikamente auf Verdacht oder zur Vorbeugung eingesetzt. Auch Antibiotika werden oft viel zu schnell verschrieben was zur Folge hat, dass bei vielen Kindern oder Menschen Antibiotika irgendwann nicht mehr wirken.

Zur Vorbeugung achte ich nun verstärkt darauf, dass meine Tochter die Hände gut wäscht wenn sie aus dem Kindergarten kommt, wir einkaufen waren etc. und viel frisches Obst ißt. Auch die Bewegung an der frischen Luft ist wichtig, selbst bei schlechtem Wetter sollte man jeden Tag wenigstens kurz an die frische Luft. Ich gebe zu, dass ist sicherlich das, was mir persönlich am schwersten fällt. Denn 2 Kinder Regen- oder Wetterfest einzukleiden kann eine echte Herausforderung sein, da ist man schon k.o. bevor man überhaupt einen Fuß vor die Türe gesetzt hat.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein gesundes neues Jahr!