Mittwoch , 28 Juni 2017
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Kostenfalle Internet: Immer mehr Jugendliche haben Schulden

Im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung haben Smartphones den Handymarkt regelrecht überflutet – kein Wunder, dass auch immer mehr Jugendliche ein internetfähiges Mobiltelefon haben wollen: Einer aktuellen Studie zufolge besitzen bereits 92 % der 12- bis 13-Jährigen und eigentlich so gut wie alle der über 14-Jährigen ein eigenes Smartphone.

Jugendliche surfen am liebsten im Internet

Die meisten Eltern erlauben ihren Kindern ein eigenes Handy, damit sie jederzeit und überall erreichbar sind. Doch während Mama und Papa in erster Linie an die Sicherheit denken, haben Jugendliche vor allem eins im Sinn: das Internet. Gerade die sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co. stehen bei Teenagern hoch im Kurs, aber auch die Gamingszene übt auf junge Heranwachsende einen großen Reiz aus – und genau darin lauert die Gefahr!

Kostenpflichtige Apps sind anfangs kostenlos

Vor allem diverse Klingelton- und Spiele-Abos sind bei Jugendlichen mehr als beliebt: Mit nur einem Klick werden die vermeintlich kostenlosen Programme auf dem Smartphone installiert und treiben die Handykosten in die Höhe. Das führt wiederum dazu, dass sich immer mehr Teenager verschulden, weil sie die Rechnungen nicht aus der eigenen Tasche bezahlen können, sich aber auch nicht an ihre Eltern wenden wollen. Doch wie kann man verhindern, dass Jugendliche in die Kostenfalle tappen?

Bild: © istock.com/monkeybusinessimages

Der richtige Umgang mit dem Smartphone

In erster Linie stehen Eltern in der Pflicht, ihren Kindern den verantwortungsvollen Umgang mit dem Smartphone zu erklären und sie vor den Gefahren, die im Internet lauern, zu warnen – dazu zählen auch kostenpflichtige Apps, die Jugendliche teuer zu stehen kommen. Zum Zweiten sollten Eltern die Ausgaben ihrer Kinder kontrollieren, indem sie ihnen zum Beispiel ein Smartphone besorgen, das über einen Prepaid Internet Tarif (z.B. von netzclub) verfügt. Dadurch ist das Surfvolumen begrenzt.

Eltern können Handys kindersicher einrichten

Darüber hinaus kann man jedes internetfähige Mobiltelefon mit einer Art Kindersicherung ausstatten. Dadurch kann man Seiten sperren lassen, wie zum Beispiel einen App Store, die für Jugendliche nicht zugänglich sein sollen ñ oder auch Änderungen in bereits vorinstallierten Apps unterbinden, sodass keine weiteren Kaufoptionen (wenn man zum Beispiel in einer kostenlosen Spiele-App plötzlich für das nächste Level zahlen soll) möglich sind.