Donnerstag , 27 April 2017
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Kinderbetreuung – So findet Ihr die Supernanny

Insbesondere für alleinerziehende junge Mütter oder berufstätigen Elternpaare ist eine Tagesmutter eine gute Alternative zur Kita. Die Kinderbetreuung durch eine Tagesmutter hat viele Vorteile: Die Kleinen werden individuell in einer Gruppe mit zumeist gleichaltrigen Kindern betreut, die familiäre Atmosphäre wirkt sich positiv auf die Entwicklung aus, Eltern sind nicht an Krippen-Öffnungszeiten gebunden und können Betreuungstermine individuell absprechen. Diese private Tagespflege wird oft vom Staat bezuschusst. Wenn Hilfe vom Jugendamt beantragt wurde, werden die finanziellen Aufwendungen direkt vom Amt getragen. Je nach elterlichem Einkommen können Zuschüsse beantragt werden, zudem sind Betreuungskosten bis maximal 4.000 Euro im Jahr steuerlich absetzbar, wenn ein Nachweis (Quittung, Vertrag) erbracht wird. Eine Tagesmutter nimmt Ihr Kind in der Regel in Ihrer eigenen Wohnung auf, kommt in seltenen Fällen jedoch auch zu Ihnen nach Hause. Bei der Suche ist das Jugendamt behilflich, das eine Liste mit erfahrenen und geprüften Erzieherinnen vermittelt. Die richtige Tagesmutter zu finden ist ein Prozess, dessen zeitlichen Aufwand Eltern nicht unterschätzen sollten. Oft ist es der Fall, dass die zuerst gewählte Tagesmutter nicht die Richtige ist.

Damit sich Ihr Nachwuchs wohl fühlt, sind einige wichtige Tipps zu beachten. Machen Sie ruhig einige Besuche bei verschiedenen Betreuerinnen, um sich für die richtige Person zu entscheiden und nehmen Sie sich dafür die nötige Ruhe. Ihr Kind sollte Vertrauen zu der Tagesmutter finden und Ihre Fürsorge annehmen. Wenn die Tagesmutter Ihr Kind trösten kann, ist meist eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut. Sie sollten sich intensiv mit der Betreuungsperson unterhalten um herauszufinden, ob Sie in punkto Erziehung die gleichen Vorstellungen haben. Zur wichtigsten Charaktereigenschaft einer Tagesmutter zählt, neben Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein, vor allem ein liebevoller Umgang mit den Kleinen. Sprechen Sie auch mit den anderen Kindern Ihrer Tagesmutter, um herauszufinden, wie diese die Atmosphäre in der Gruppe einschätzen. Wohnung oder Haus der Tagesmutter sollten in einem gepflegten Zustand sein, auch sollten genügend Spielzeuge vorhanden sein. Achten Sie darauf, dass es für jedes der Kinder genügend Platz zum Herumtoben gibt, natürlich sollte auch eine Schlafmöglichkeit vorhanden sein. Die Eingewöhnungszeit bis Sie Ihren Sprössling bei der Tagesmutter allein lassen können, variiert. Jedoch sind drei Wochen meist realistisch, bis es bei der Verabschiedung keine großen Tränen mehr gibt. Rechen Sie damit, dass Ihr Kind nach einiger Zeit eine sehr enge Bindung zu der Tagesmutter entwickelt und fühlen Sie sich in Ihrem Elternstolz dadurch nicht verletzt. Es ist gut für die Entwicklung Ihres Kindes, dass es lernt auch mit anderen Bezugspersonen zurechtzukommen.

Bei allem Vertrauen: Schließen Sie auf jeden Fall einen Vertrag mit der Tagesmutter ab. Hier sollten alle Punkte wie Entgelt, Termine, Urlaubszeiten, Kündigungsvereinbarungen, Schweigepflicht und Vollmachten bei einem Arztbesuch festgehalten sein. In der Regel verfügen Tagesmütter mit staatlicher Eignungsprüfung über die erforderlichen Vertragsunterlagen. Lassen Sie sich von der Betreuungsperson eine offizielle Pflegeerlaubnis zeigen, auch entsprechende Lehrgänge sind ein beruhigender Faktor. Erkundigen Sie sich zudem nach einer Haftpflichtversicherung: Nicht immer sind Schäden, die Ihr Kind verursacht oder eventuelle Unfälle mit den gängigen Versicherungen abgesichert.