Montag , 31 August 2015
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Die Kinderkrankheit Röteln – für Schwangere kein „Kinderkram“

Ein Kind kann man nicht immer planen, manchmal kommt es auch ganz überraschend. Aber wer ein Kind im Voraus plant, sollte sich über seinen Impfschutz Gedanken machen. Ist er ausreichend? Sind die wichtigsten Impfungen aufgefrischt? Denn während der Schwangerschaft ist eine Impfung nur selten möglich.
Insbesondere sollte hierbei der Impfschutz der sogenannten Kinderkrankheit Röteln überprüft werden.

Was sind die Röteln?

Bei dieser Krankheit handelt sich es um eine Virusinfektion, bei der sich ein Ausschlag aus hellroten Flecken vom Gesicht beginnend auf den ganzen Körper ausbreitet. Begleiterscheinungen sind Schmerzen sowie Anschwellen der Gelenke, Fieber und geschwollene Lymphdrüsen.

Warum ist die Krankheit so gefährlich für Schwangere?

Sollte es zu einer Ansteckung mit dieser Krankheit während der Schwangerschaft kommen, könnte das fatale Folgen für das ungeborene Kind haben. Oftmals erleiden diese Kinder schwere Fehlbildungen sowohl körperlich als auch geistig. In besonders schweren Fällen kann durch die Rötelninfektion auch eine Fehlgeburt ausgelöst werden.

Eine Impfung ist jedoch nicht nötig, wenn man diese Krankheit bereits einmal im Leben durchgestanden hatte. Da die Röteln auch unterschwellig verlaufen können, das heißt, dass man nicht unbedingt den typischen Ausschlag bekommen muss oder man es einfach nicht mehr weiß, ob man als Kind die Röteln hatte, kann man eine Blutuntersuchung vornehmen lassen. Das Blut wird dann auf Antikörper gegen diese Viren getestet. Hat man die Krankheit einmalig erlebt, bilden sich im Blut die bei der Untersuchung sichtbaren Antikörper gegen die Krankheit. Da man die Krankheit nur einmal bekommen kann, wäre man dann auf der sicheren Seite und bräuchte sich nicht impfen lassen.

Am meisten gefährdet sind Frauen, die entweder bereits ein Kind im Kindergarten oder schulpflichtigen Alter haben oder die viel mit Kindern zu tun haben, zum Beispiel von Berufswegen, da die Röteln – wie der Name Kinderkrankheit schon sagt – häufig im Kindesalter auftritt.
Allerdings sind die meisten Kinder heute gegen Röteln geimpft, sodass die Gefahr einer Ansteckung eher gering ist.