Donnerstag , 27 April 2017
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Probleme mit der Windel – Wichtige Tipps für die warmen Tage

Sind die Tage heiß, versuchen wir uns so luftig wie nur möglich zu kleiden. Wer sich nun aber die Kinderwagen ansieht, erlebt das genaue Gegenteil. Babys werden aus Angst vor der Unterkühlung selbst bei dreißig Grad im Schatten dick verpackt, ohne daran zu denken, welche Hitze sich im Kinderwagen und auf der Haut des Babys staut. Welche Folgen diese Vorgehensweise haben kann, äußert sich in Pickelchen und Ausschlägen. Doch selbst luftige Kleidung kann nicht immer vor Hitzepickeln schützen, wenn die Windel für heiße Tage ungeeignet ist.

 Weniger ist mehr

Das größte Problem im Sommer ist nicht die Staunässe feuchter Windeln, sondern die Hitze, die sich in ihnen bilden kann. Jede Frau kann die Problematik nachvollziehen, denn bei Slipeinlagen oder Binden tritt dasselbe Phänomen auf. Die Haut unter der Einlage wird feucht, die Einlage beginnt zu scheuern und es entsteht ein unangenehmes Gefühl. Bei Babys ist es nicht anders und gerade ältere Kinder, die aktiv im Garten herumtollen, können sich durch Schweiß und Hitze Scheuerstellen bilden. Daher empfiehlt es sich bei sehr heißen Temperaturen auf Windeln zurückzugreifen, die zumindest an den Schnittstellen zum Oberschenkel keine Plastikeinsätze haben. Alternativ helfen auch Stoffwindeln weiter. Diese sind atmungsaktiv und verhindern die Bildung von Stauhitze.

Geschützt unterwegs

Der Markt bietet viel Auswahl an verschiedenen Windeln. Um im Sommer sicher und trocken durch Ausflüge zu gelangen, sollte das Kind unten herum zwar genügend geschützt, dafür aber luftig gekleidet sein. Anstelle eines zusätzlichen Höschens oder eines Bodys kann eine luftige Hose über die Windel gezogen werden, bei Mädchen genügt schon ein leichtes Röckchen. Zu Hause dürfen Eltern auch hierauf verzichten. Es macht überhaupt nichts, wenn das Kind im Sommer einzig mit einer dünnen Windel bekleidet ist.

Sommer – ideal zum Trockenwerden

Wann, wenn nicht jetzt? Die Sommermonate eignen sich gleichzeitig dazu, die lästige Windel komplett zu verbannen. Wer sein Kind zu Hause und im Garten überwiegend ohne Windel toben lässt, löst nicht nur das Problem mit der Hitze unter der Windel, sondern könnte es vor der kalten Jahreszeit schaffen, das Kind von der Windel zu entwöhnen. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf www.drynites.ch/.

Welche Windeln sind gut?

Die Entscheidung, welche Windel gekauft wird, ist nicht ganz leicht, denn schließlich muss sich ihr Kind in den ersten 2 bis 3 Jahren jeden Tag darin wohlfühlen. Da die Windel jeden Tag bis zu acht Mal gewechselt werden muss, sollte man sich Gedanken machen, ob es besser ist, die Windeln zu waschen anstatt an die 8000 Windeln wegzuwerfen. Also Einweg- oder Mehrwegwindel??

Was eine Windel – egal ob Einweg oder Mehrweg – können sollte, ist den Po Ihres Kindes so trocken wie möglich zu halten. Wenn dies nicht der Fall ist, kann es nämlich zur Bildung von Pilzen und Bakterien kommen, welche dann wiederum für Schmerzen führen. In diesem Punkt „aufsaugen“ sind wohl die Windeln zum Wegwerfen von Vorteil, da sie die Feuchtigkeit optimal im Inneren binden können. Die Windel aus Stoff lässt dafür mehr Luft an die Babyhaut, was diese auch gut tut.

Eine Babyhaut, die schnell allergisch reagiert, sollte daher besser in Baumwollwindeln gewickelt werden. Die Mehrwegwindel wird auch aus dem Grund empfohlen, dass sich die Zeit des Wickelns Ihres Babys um ein halbes Jahr verkürzen kann, da das Baby so die Nässe, beziehungsweise Feuchtigkeit deutlicher wahrnehmen kann. Grundsätzlich sollte Ihr Kind auch ab und zu nackt in einem warmen Raum umher krabbeln oder strampeln lassen.

Im folgenden sehen Sie die Unterschiede zwischen den Einweg- und Mehrwegwindeln:

Einwegwindel:

  • · Schnelle und einfache Handhabung
  • · Praktisch auf Reisen/Ausflügen
  • · Baby wird trockener gehalten
  • · Baby wird nicht beim Strampeln oder Krabbeln behindert
  • · Verursachen jedoch immer neue Kosten
  • · Baby wird möglicherweise erst spät aufs Töpfchen gehen

Mehrwegwindel:

  • · Kind kann sich schneller ans Töpfchen gewöhnen
  • · Können Entwicklung der Hüfte unterstützen
  • · Erfordert beim Wickeln etwas Übung
  • · Können gewaschen werden, also sinkende Kosten
  • · Saugen jedoch nicht so viel Feuchtigkeit auf
  • · Sind auf Reisen unpraktischer

 Schief gewickelt? So gelingt das Wickeln!

Das Wickeln des Babys gehört schlicht und ergreifend zum täglichen Ablauf, den Eltern und Kinder gemeinsam haben. Mehrmals täglich wird die alte Windel entfernt, der Po gesäubert und eine neue Windel angelegt. Die meisten Eltern setzen dabei auf Wegwerf-Windeln aus dem Supermarkt, da sie schlichtweg hygienischer sind, als Windeltücher. Für Windeltücher spricht jedoch die geringere Gefahr für allergische Reaktionen. So oder so – erst einmal müssen die richtigen Vorbereitungen getroffen werden.

Zur Grundausstattung bezüglich des Wickelns gehört ein fest installierter Wickeltisch mit einer dicken, abwaschbaren Auflage, ein Windeleimer, in den die dreckigen Windeln geworfen werden können, sowie eventuell ein Regal über dem Wickeltisch, auf dem alle notwendigen Utensilien, wie etwa feuchte Tücher oder Puder und frische Windeln untergebracht werden können. Für unterwegs sollte man natürlich eine Wickeltasche anschaffen, dabei sollte eine möglichst große Wickelunterlage in die Tasche integriert sein. Vor dem Wickeln sollten bereits alle Utensilien, wie etwa eine Schüssel mit warmem Wasser, zwei Waschlappen – damit auch die Mama sich zwischendurch die Hände abwischen kann – und natürlich die frische Windel und die Kleidung griffbereit liegen.

Der richtige Halt beim Wickeln

Wird das Kind dann gewickelt, sollte es immer mit einer Hand festgehalten werden, denn bereits die Kleinsten schaffen es, sich so heftig zu bewegen, dass sie vom Wickeltisch fallen könnten. Eine Hand greift das Baby unter dem Rücken und hebt es am Po etwas an, so kann die alte Windel entfernt werden. Mit einem Waschlappen oder einem feuchten Tuch kann das Kind dann gereinigt werden – dabei sollte man darauf achten, dass die Reinigungslinie immer von vorne nach hinten verläuft, damit vor allem bei Mädchen keine Keime vom Po zu den Genitalien gelangen. Die Haut darf dann an der Luft getrocknet werden lassen, ehe sie dünn eingecremt wird oder bepudert wird. Schließlich darf die neue Windel angelegt werden. Mobiles über dem Wickeltisch haben sich dabei zum Beispiel bewährt, um das Kind von der Prozedur abzulenken.